Präzision, Wertschätzung, Nutzererlebnis und Conversion

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Präzision heisst auch: sich Zeit nehmen und sich mit Empathie und Wohlwollen mit dem Gegenüber auseinandersetzen. Es geht darum, mit System und Methode eine neue Tiefe zu erreichen. Dabei sollte man sich regelmässig fragen: Wie kann ich den Weg für den User und/oder Kunden einfacher, sinnvoller und attraktiver gestalten?

Meine These: Je eher Präzision ins Spiel kommt, umso besser der erarbeitete Prozess, der Service oder das Produkt. Natürlich nicht primär aus deiner Perspektive, denn Präzision bedeutet Zeit-/Mehraufwand. Doch mittel- bis langfristig wirst du dir dafür danken, die weiteren Projekte auf dem Stapel temporär ignoriert zu haben. Und vor allem: Auch dein Gegenüber (nenn’ ihn Kunde, User oder Mensch) wird sich dankbar zeigen. Das drückt er oder sie natürlich nicht mithilfe eines Liebesbriefs aus, sondern mit der Nutzung der von dir erarbeiteten «Sache». Das ist Wertschätzung – und zwar in beide Richtungen.

Mittlerweile erkennt und unterscheidet der User zwischen guter und schlechter Nutzerführung – und letztlich zwischen «Ade, merci» (oder: Was ist denn das für ein Bullshit?!) und «Nicest» (oder: Wow, das funktioniert ja einwandfrei!). Dies ist der Beginn einer Kundenbeziehung und keiner Ich-kauf’-mal-random-etwas-und-wehe-du-spamst-mich-dann-noch-voll-Beziehung. Denn wer seinen digitalen Auftritt sauber erarbeitet, erhält meistens automatisch auch eine ebensolche Segmentierung.

Auf Basis einer wertschätzenden Haltung wird es möglich, den User/Menschen in den Mittelpunkt unserer Planung zu stellen. Sätze wie «Können wir nicht» oder «Haben wir schon mal» fliegen aus dem Vokabular. Wenn der User der Mittelpunkt deines Ökosystems ist und du genügend Präzision, Zeit und Erkenntnisse ins Projekt fliessen lässt, wirst du zu 80% auch die richtige User Experience erarbeiten. Und du erkennst irgendwann, dass du das Projekt gar nicht abschliessen wirst, sondern es zu einem iterativen Projekt wird, da sich nebst deinen Ideen und Möglichkeiten auch das Verhalten des Users und des Kunden verändern. Nicht, weil er es für nötig hält – nein, weil er es macht. Zudem wird deine User Experience mit den richtigen Kennzahlen stets ein wenig adaptiert – eben iterativ.

Nun bist du – nicht rennen bitte! – auf der Zielgeraden und lancierst Veränderungen mit Freude und einer gesunden Erwartungshaltung. Letzteres ist heutzutage ja ohnehin relevant. Man nennt es «Erwartungshaltungs-Management», habe ich gelesen. Auf jeden Fall wirst du nun sehen, dass eine Nutzung stattfindet und du hast Freude, obwohl oder gerade weil es sich während des Projekts abgezeichnet hat. Ein, zwei weitere iterative Prozesse, beispielsweise auf Basis von Hypothesen oder mithilfe bestimmter Testmethoden, und du wirst eine zufriedenstellende Performance erlangen, auf der du aufbauen kannst. Dein Brand profitiert, weil User Exeperience einen bleibenden Eindruck hinterlässt und du auf Basis dieser Wertschätzung weiterhin mit den gewonnen Kontaktdaten oder Kundendaten arbeiten darfst.

Lange Rede, kurzer Sinn: Präzision führt zu Wertschätzung führt zu User Experience führt zu Conversion.

Präzision

Der Blog-Beitrag ist Teil unserer ersten Schwerpunkt-Serie zum Thema Präzision.

Alle zwei Monate setzen wir einen neuen Schwerpunkt und teilen Wissen, hinterfragen, beleuchten und ordnen ein. Mit unstillbarem Wissensdurst, kritischer Haltung und gnadenloser Ehrlichkeit.